Die Lebensfrohen

Abu Dhabi

Abu Dhabi

- Das Wüstenwunder

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein kleiner Staat und so ist es kein Wunder, dass die Hauptstadt Abu Dhabi gerade einmal eine halbe Autostunde von Dubai entfernt liegt. Abu Dhabi ist kleiner als Dubai, aber um keinen Zentimeter weniger prachtvoll. Eher das Gegenteil ist der Fall, die Straßen sehen sauberer aus, der Verkehr ist ruhiger und die meisten Gebäude sind erst am Entstehen. Besonders im Cultural District kann man die großen Veränderungen der Zukunft sehen. 

Das Zayed National Museum oder das Guggenheim Museum nehmen erst Form an, wobei man aber jetzt schon erkennen kann, wie außergewöhnlich diese Gebäude aussehen werden. Einen ersten Vorgeschmack der Vision dieser Vordenker kann man beim Gebäudekomplex des Abrahamic Family House bekommen, denn hier stehen 3 Andachtsstätten 3 verschiedener Religionen direkt nebeneinander: eine christliche Kirche, eine Synagoge und eine Moschee. Alle sind in einem ähnlichen Stil erbaut und sehen aus, als würden sie zusammengehören. Genau das soll auch der Grundgedanke bei diesem Projekt sein und wenn das nicht eine rosige Zukunft ist, weiß ich auch nicht. Daneben liegt das 2017 gegründete Louvre Museum, das nicht nur den Namen mit dem weltberühmten Kunstmuseum in Paris teilt, sondern auch eine enge Kooperation mit diesem pflegt. Von außen haben die beiden Museen aber wenig gemeinsam, sieht der Louvre in Abu Dhabi mit seiner silbernen Kuppel eher auf Hochglanz poliert aus. Ich bin mir sicher, dass dem Cultural District die Zukunft gehört und hier Vorreiter der Kultur und Architektur zusammentreffen. Ich bin wirklich gespannt, wie dieses Viertel in ein paar Jahren aussieht und würde nur dafür schon zurück nach Abu Dhabi reisen. 

Abu Dhabi Museumsviertel
Abu Dhabi Louvre

Nicht nur Dubai hat hohe Gebäude im Angebot. Die Etihad Towers sind zwar nicht so hoch wie der Burj Khalifa, um eine grandiose Aussicht über die Umgebung zu haben, langen die 300 m im 74. Stockwerk aber allemal. Auch hier eher schlicht gestaltet, eröffnet sich hier ebenfalls eine 360° Aussicht. Die Aussicht war diesmal wesentlich klarer und so hatte man einen tollen Ausblick über die Bucht, den Hafen, die schicken Villen oder auf das teuerste Hotel, Emirates Palace Mandarin Oriental, und seine Parkanlage. Was den Besuch auf den Türmen aber lohnenswert gemacht hat, war die Aussicht über die gewaltige Anlage des Präsidentenpalastes und natürlich den Palast selbst.  

Abu Dhabi Etihad Towers
Abu Dhabi Etihad Towers
Abu Dhabi Etihad Towers
Abu Dhabi Etihad Towers
Abu Dhabi Etihad Towers
Abu Dhabi Etihad Towers

Schon von oben konnte man die Größe des Komplexes erahnen, aber wenn man 10 Minuten lang vom Eingang zum Palastgebäude mit einem eigenen Bus chauffiert wird, verankert sich die tatsächliche Größe im Gehirn. Der Garten ist perfekt gepflegt und mit Palmen, Büschen und Wasserspielen verziert. Qasr Al Watan bedeutet übersetzt so viel bedeutet wie „Palast der Nation“ und ist Sitz des Kabinetts, des Obersten Gerichtshof der Vereinigten Arabischen Emirate, Büros des Präsidenten und Kronprinzen von Abu Dhabi. Im Palast werden offizielle Staatsbesuche empfangen und Gipfeltreffen organisiert. Das Hauptgebäude besteht aus reinweißem Granit mit goldenen Verzierungen. Tritt man durch das mächtige Eingangstor, wird man von dem Prunk der Halle fast geblendet. Hier bleibt einem wortwörtlich der Mund offen stehen. Das Herz des Palastes, die “Große Halle”, ist mit Verzierungen, Mosaiken und Gold dekoriert und wird von einem der größten Kuppeln der Welt überdacht. Man kann sich an den kunstvollen Details gar nicht satt sehen und die Augen werden beinahe überfordert, weil man gar nicht weiß, wohin man als erstes sehen soll. 

Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan
Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan
Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan
Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan

Von der Haupthalle führen links und rechts zwei Flügel ab. Im Westflügel bekommt man Einblicke in das Staatsleben mithilfe von Festsälen, Kabinettssälen oder der Sammlung von diplomatischen Geschenken. Jeder Saal wurde übrigens nicht nur mit feinen Möbeln ausgestattet, sondern auch mit riesigen, funkelnden Kronleuchtern, wobei jeder einzelne anscheinend ein Vermögen gekostet hat. Der Ostflügel steht eher unter dem Motto „Haus des Wissens“ und beherbergt eine beachtliche Sammlung von seltenen Artefakten, Büchern, Manuskripten, historischen Karten und Antiquitäten aus der arabischen Welt. Dort steht auch das Kunstwerk “Power of Words” von Mattar bin Lahej. Die goldene, offene Skulptur zeigt eine verschlungene Inschrift aus einem arabischen Zitat, das dem verstorbenen Scheich zugeschrieben wird: “Wealth is not money or oil; wealth lies in people and it is worthless if not dedicated to serving the people.” Die Botschaft verliert etwas an Glaubwürdigkeit, wenn man bedenkt, dass man in einem Palast steht, der wahrscheinlich Milliarden gekostet haben dürfte, dennoch ist die Skulptur und ihre Botschaft schön und gibt einen tollen Fotospot ab. Die Schönheit des Palastes kann man gar nicht genug betonen und obwohl er wohl zu den jüngsten Palästen der Welt zählt (2015), gehört er auch zu den schönsten. Er hat definitiv den “Wow-Effekt” und man bräuchte wahrscheinlich Wochen um sich daran satt zu sehen. 

Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan
Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan
Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan
Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan
Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan
Abu Dhabi Qaṣr Al-Waṭan

Mit der Schönheit des Präsidentenpalastes kann es nur ein einziges Gebäude in UAE aufnehmen: die Scheich-Zayid-Moschee. Beim Bau der “großen Moschee” (weil sie zu den größten Moscheen der Welt gehört) wurde der Grundgedanke, der durch ganz Abu Dhabi zieht, hervorragend umgesetzt. Das Gebäude wurde mit Wissen und Unterstützung aus der ganzen Welt 2007 erbaut und lädt alle Kulturen ein, sich hier inspirieren zu lassen. 40.000 Gläubige aus allen Herren Länder können sich hier zusammenfinden und auf dem weißen Marmor beten. Vier Minarette umfassen den Innenhof mit seinem Blumenmuster aus Mosaiksteinen. Umrandet wird der Hof von mit Amethysten und Jaspis verzierten Säulengängen, die zur Hauptgebetshalle führen. Der Boden der Halle wird vom größten Teppich der Welt bedeckt, der von 13.000 Handwerkern aus dem Iran geknüpft wurde, wohingegen die Decke mit extravaganten, vergoldeten Swarovski-Kronleuchtern geschmückt wurde. Das Wort “Prunk” ist schon fast unzureichend, um diesen Ort zu beschreiben und das Wort “Dekadenz” spukt im Raum herum. Dennoch raubt der Anblick einem den Atem und man möchte anfangen zu applaudieren, um dem Architekten und den Menschen, die an diesem Kunstwerk mitgearbeitet haben, seinen Respekt zu zollen. 

Abu Dhabi Scheich-Zayid-Moschee
Abu Dhabi Scheich-Zayid-Moschee
Abu Dhabi Scheich-Zayid-Moschee
Abu Dhabi Scheich-Zayid-Moschee
Abu Dhabi Scheich-Zayid-Moschee
Abu Dhabi Scheich-Zayid-Moschee
Abu Dhabi Scheich-Zayid-Moschee

Wenn man schon in Dubai ist, sollte man auf jeden Fall einen Tag mehr für einen Besuch in Abu Dhabi einplanen. Obwohl ich nicht weiß, ob sich ein separater Aufenthalt lohnt, da wir die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten in einem Tag abklappern konnten, ist ein Besuch in Abu Dhabi auf jeden Fall ein Muss, vergrößerten sich unsere Augen doch von Sekunde zu Sekunde mehr. Und unsere Speicherkarte für Fotos war danach brechend voll. 

Dubai

Seit einigen Jahren ist Dubai zum Hotspot aller Reiseziele geworden. Besonders junge Menschen zieht dieser Ort magisch an und steht auf der Wunschliste ganz oben. Aber warum ist das so? Mitten am Rand der heißen Wüste ist Dubai mit seinem Zugang zum Meer eine Oase im Nirgendwo. Die Gründung der Stadt ist keine 200 Jahre her und erst in den letzten 30 Jahren hat die Entwicklung Fahrt aufgenommen. Heute ist Dubai eine Megacity, die mit ihrer Modernität und den Annehmlichkeiten lockt.

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Chiang Mai

Chiang Mai

Es heißt immer, wer das wahre Thailand kennenlernen möchte, muss weg von Bangkok und rauf in den Norden. Na gut, haben wir uns gedacht und sind diesem Aufruf gefolgt. Und was für einen besseren Zeitpunkt hätten wir wählen können, als im November zum Loy Krathong Festival? Das Laternenfest hat durch Instagram überall auf der Welt Ruhm erlangt, aber dazu später mehr. Jetzt machen Christoph und ich uns erst einmal auf den Weg in den Norden Thailands, nach Chiang Mai.

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