Die Lebensfrohen

New York Skyline

New York

- Concrete jungle where dreams are made of

Wer träumt nicht einmal davon, auf den Straßen von New York umher zu irren? New York übt eine Faszination auf die Menschen aus und hat schon so manche Menschen inspiriert, nach Höherem zu streben. New York ist cool, aber nicht so poliert wie Hollywood und nicht so künstlich wie Miami. Jeder weiß, wie hart das Leben hier sein kann, und dennoch träumen tausende Menschen davon. Christoph und ich können das nachvollziehen, waren wir doch schon 2014 in der Stadt, die niemals schläft. Innerhalb einer Woche haben wir mithilfe des New York CityPasses alles gemacht, was Touristen in Manhattan machen können. Das Empire State Building, das Chrysler Building, das MoMA, das Guggenheim, Liberty Island und die Freiheitsstatue, das Metropolitan Museum of Art und den Times Square – wir haben nichts ausgelassen und uns eine Woche die Füße platt gelaufen. Es hat Spaß gemacht, war aber auch sehr anstrengend.

Da wir schon die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von New York kannten, haben wir dieses Mal nur einen 3-tägigen Stopp gemacht und wollten es entspannter angehen. Aber wie man merkt, konnten wir uns einen Aufenthalt in dieser großartigen Stadt nicht verkneifen. Wir wohnten bei unserem letzten Besuch in der Bronx, nur 2 U-Bahn-Stationen von Manhattan entfernt und hatten damit gute Erfahrungen gemacht. Also haben wir uns gedacht, dass könnten wir wieder machen, denn die Hotelpreise in Manhattan selbst sind echt unverschämt. Diesmal wohnten wir in einer anderen Ecke der Bronx und in einem Airbnb (ein paar Tage nach unserer Abreise wurde das Airbnb-Geschäftsmodell in New York verboten). Unser Gastgeber war sehr nett und die Wohnung okay, aber die Gegend war leider doch manchmal fragwürdig. Nicht wirklich gefährlich, aber auch nicht wirklich sicher oder dass man sich wohl fühlen würde. Die U-Bahn war auch etwas weiter weg als gedacht und obwohl ein Bus fuhr, war der immer überfüllt. Naja, kann man nichts machen, nächstes Mal suchen wir uns aber wieder ein Hotel näher an Manhattan dran.

Manhattan Downtown
New York Rockefeller Building
New York Times Square
Manhattan Financial District

2014 ist eine laaaange Zeit her und natürlich hat sich auch so eine Stadt wie New York verändert. Damals waren die Zwillingstürme natürlich schon weg, aber das One World Trade Centre gab es noch nicht, nur eine große, freie Fläche mit Gedenksteinen. Jetzt ist das höchste Gebäude der USA fertig gestellt und oben befindet sich eine Aussichtsplattform. Da es einen tollen 360° Blick über New York bietet, ist die Plattform sehr beliebt, daher sollte man die Tickets vorher buchen, damit man sichergehen kann, dass man auch an dem Tag, an dem man sich das anschauen möchte, reingelassen wird. Von oben kann man auf Manhattan, das Empire State Building, die Brooklyn Bridge, die Freiheitsstatue und, weil wir einen klaren Himmel an diesem Tag erwischt haben, konnten wir bis nach Brooklyn und Coney Island sehen. Bei der Plattform haben sie sich wirklich was für die Besucher ausgedacht, denn schon beim Fahren im Fahrstuhl wurden Bilder aus der Vergangenheit, vom Aufbau und heutige Luftaufnahmen gezeigt. Oben kann man nicht nur die Aussicht genießen, sondern sich auch einen 10-minütigen Vortrag über die Geschichte des Gebäudes und der Gebäude drumherum anhören, wenn man genug Fotos gemacht hat. Diese Plattform ist sicherlich eine der best-gestalteten, die wir je besucht haben und obwohl die Tickets recht teuer sind, lohnt sich ein Besuch. 

New York One World Tower
New York Aussicht vom One World Tower
New York von oben
New York von oben

Das Denkmal um das One World Trade Centre sollte man auch ausgekundschaftet haben, soll es doch an die Opfer vom 11. September erinnern. Der Platz ist schön gestaltet mit vielen Bäumen und Sitzgelegenheiten und hebt den schwarzen Teich mit dem Wasserfall nur noch mehr hervor. Es wurde auch ein Museum über das Unglück erbaut, aber die Schlange war recht lang davor und es war ein schöner Tag, daher entschieden sich Christoph und ich dagegen und genossen lieber einen Spaziergang durch die Stadt. Runter zum Hafen, um einen näheren Blick auf die Freiheitsstatue zu erhaschen (wir empfehlen jedem eine Fahrt nach Liberty Island, dieses Kunstwerk muss man einmal von Nahem gesehen haben) und weiter durch den Financial District, ganz im Süden von Manhattan. Christoph konnte es sich als alter Trader nicht verkneifen, wieder beim berühmten Bullen die Eier zu tätscheln. Alles, was Glück bringt, zieht die Menschen magisch an und so war es kein Wunder, dass es auch dort eine Schlange gab, nur damit man sich mit dem Bullen fotografieren lassen konnte. Es ist natürlich eines der vielen Wahrzeichen der Stadt, aber das Warten hat schon eine Weile gedauert. Wer es also nicht so mit dem Handel hat, kann es auch auslassen.

New York Ground Zero Denkmal
New York Hafen
New York Freiheitsstatue
New York Manhattan Downtown
New York Kirche Wall Street
New York Wall Street Stier

Die Brooklyn Bridge gilt als eine der schönsten Brücken der Welt und wurde schon zigmal kopiert. Zu recht finden wir, ist sie doch aus jedem Winkel sehenswert, aber besonders natürlich aus Perspektive der Fußgängerbrücke, die über der Bahn und den Autos entlangführt. Von der Brücke kann man die Skyline von Manhattan oder die von Brooklyn bewundern oder man genießt einfach den Blick auf den East River unter sich. Aber auch die Brücke selbst mit ihren schweren Steinen und dicken Drähten bietet einen tollen Anblick und Fotomotiv. Kein Wunder also, dass sich hier die Touristen massenweise scharen und damit auch die Händler und Straßenverkäufer. Souvenirs, aber auch die 360°-Kameras findet man die ganze Brücke entlang, obwohl die Manhattan-Seite dichter besiedelt ist als das Ende in Brooklyn.

Verstehen wir nicht, denn nicht nur ein Spaziergang über die ganze Brücke macht Spaß, sondern auch ein Streifzug durch Brooklyn. Brooklyn ist der “Underdog” von New York, nicht so stylisch und modern wie Manhattan und nicht so berühmt-berüchtigt wie die Bronx. Viele Wohnsiedlungen und Parks dominieren hier eher das landschaftliche Bild als Wolkenkratzer. Dennoch hat es seinen Charme und besonders am Fluss entlang hat sich eine hippe Szene mit vielen Bars und Restaurants gebildet. Dort bei Washington/ Ecke Water Street gibt es den so genannten Dumbo-Platz, ein Ort berühmt bei Instagramern und anderen Influencern für wunderschöne Bilder mit der Brooklyn Bridge im Hintergrund. Natürlich mussten wir auch dorthin, waren wir doch schon Mal in der Nähe. Und tatsächlich gehören die hier geschossenen Fotos zu den besten von unserer New York-Reise. Wer also Zeit hat, sollte dort unbedingt vorbeischauen. Man muss auch nicht zu Fuß über die Brücke gehen, man kann auch einfach die Bahn nehmen, ist die nächste Haltestelle doch keine 10 Minuten entfernt.

New York Aussicht von der Brooklyn Bridge
New York Brooklyn Bridge Torbogen
New York Brooklyn Bridge
New York Dumbo Platz Brooklyn Bridge

Wir wollten eine andere Seite von New York kennenlernen und unser kleiner Abstecher nach Brooklyn hat uns nicht gereicht. Coney Island stand schon länger auf unserer Liste und die Chance haben wir genutzt. Es hat zwar mit der Bahn 2 Stunden gedauert, um an die Lower Bay zu kommen, aber es hat sich gelohnt. Wir hatten Glück mit dem Wetter, strahlend blauer Himmel und viel Sonnenschein ließen angenehme Temperaturen von 20-25°C erscheinen. Dennoch war es natürlich trotzdem zu kalt, um den Strand und das Meer aus nächster Nähe genießen zu können, es war immer noch September in New York. Aber man fährt nicht nach Coney Island um baden zu gehen (naja, vielleicht die echten New Yorker im Hochsommer), sondern um hier Abenteuer und Entspannung zu finden. Die Strandpromenade lädt zum Schlendern ein, es gibt viele Bars, Restaurants und kleine Shops drumherum. Für Kinder wäre das Aquarium etwas mit ihren täglichen Seelöwen-Shows. Das Highlight von Coney Island ist aber sicherlich der Luna Park, ein kleiner Freizeitpark direkt am Strand, der mit Fahrgeschäften, Jahrmarktbuden und Snacks aufwartet. Besonders die Cyclone-Achterbahn fällt auf, ist es doch eine der ältesten Holzachterbahnen der Welt. 100 anmutige Jahre lang steht sie schon dort und sieht leider genauso aus. Christoph hat sich trotzdem todesmutig (wortwörtlich) daran gewagt und hat sie mit Bravour und schlotternden Knien bestanden. Ein Abenteuer, das ich lieber ausgelassen habe, aber Christoph genau den Adrenalinstoß versetzt hat, den er so liebt. Naja, wer’s mag…

New York Coney Island Holzachterbahn
New York Coney Island Luna Park
New York Coney Island Strand

Auf dem Rückweg von Coney Island haben wir noch eine kurzen Abstecher zum Times Square gemacht, da wir dort eh umsteigen mussten. Ganz ehrlich verstehe ich nicht ganz den Hype, der um diesen Platz gemacht wird. Es sind Hochhäuser drumherum (wie überall in Manhattan), es ist dreckig (wie in ganz New York) und vollgestopft mit Touristen (wie an jedem anderen touristischen Ort). Es ist laut und es laufen lauter merkwürdige Gestalten herum. Ja, die Anzeigetafeln sind ganz nett, aber es gibt mittlerweile coole 3D-Plakate an anderen Orten der Welt. Meiner Meinung nach lebt dieser Ort nur noch von seinem Ruf und lange würde ich mich dort nicht aufhalten, versuchen doch alle dort einen abzuzocken. Nicht nur die Preise für Hotels und Restaurants sind abgehoben, auch die Straßenhändler, Hütchenspieler, Performance-Künstler oder Menschen in Kostümen, mit denen man Fotos machen kann, rufen Preise auf, die selbst für New York eine Frechheit sind. Wenn man das Spektakel aber einmal gesehen haben möchte, sollte man am Abend hingehen, sehen die Lichter doch viel spektakulärer aus und die restliche Dunkelheit verbirgt zumindest den Dreck (leider nicht den Gestank). Das ist wirklich einer der wenigen Orte, die ich in New York nicht mag.

An unserem letzten Tag hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, bevor wir in den Bus zu unserem nächsten Ziel (Philadelphia) steigen mussten. Der Central Park zählt mit 3,41 km² zu den größten Parkanlagen der Welt und wohl auch zu den berühmtesten. Es gibt nichts, was man hier nicht machen kann. Spazierengehen, Radfahren, Picknicken, Spielen, Laufen, Toben, es gibt sogar ein eigenes Baseballfeld. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind vielfältig und das wissen auch die New Yorker. Nicht nur Touristen genießen die Großstadtoase, sondern auch die Einheimischen feiern hier Kindergeburtstage, genießen Zeit mit ihren Familien und lassen den stressigen Alltag hinter sich. Christoph und ich hatten schon letztes Mal den Park besucht, wollten wir doch einer der größten musikalischen Legenden am Strawberry Field gedenken. Damals haben wir nur einen kleinen Teil des riesigen Parks gesehen und wollten daher diesmal es anders angehen. Rund um den Park kann man sich an jeder Ecke Fahrräder ausleihen und für uns war das auch mal wieder eine andere Aktivität. Aber stellt euch das nicht zu leicht vor, denn zwar hat der Park gut ausgebaute und asphaltierte Wege, aber die Größe ist wirklich nicht zu unterschätzen. Zudem ist Manhattan und damit der Central Park nicht so flach, wie man es sich vorstellt, es geht ziemlich auf und ab. Über 2 Stunden haben wir uns der Anstrengung hingegeben und haben den Park dabei komplett durchquert. Natürlich mussten wir ein-, zweimal anhalten, um Fotos zu schießen, aber ansonsten haben wir Gas gegeben. Oder soweit es ging, denn es war teilweise so voll mit anderen Radfahrern oder Fußgängern, dass man nur im Schneckentempo vorankommen konnte. Spaß gemacht hat es aber auf jeden Fall und wer länger in New York bleibt und Zeit hat, sollte das auch mal ausprobieren, erlebt man so doch wieder eine neue Seite von New York.

New York Central Park
New York Central Park
New York Central Park
New York Central Park Strawberry Field

New York ist das kulinarische Zentrum von Amerika. Klingt zwar irgendwie blöd, wenn man das von einem Land schreibt, dessen Nationalgericht der Burger ist, aber das bedeutet ja nicht, dass das Essen schlecht ist. Na gut, formuliere ich es um: die kulinarische Szene in New York schläft nicht und es wurden hier schon Trends geboren, wie der Cronut oder der Waldorfsalat. Pech nur, dass New York und damit auch sein Essen ziemlich teuer ist oder sein kann. Also doch wieder zurück zum Fast Food. Aber was gibt es trendigeres als die New Yorker Pizza? Wer etwas sucht, kann Pizzaecken finden, die nur $1 kosten. Ein Wahnsinn in New York und schmecken tun sie hervorragend, besonders wenn man etwas Knoblauchgranulat darüber streut. Die New Yorker Hot Dogs sind ebenfalls berühmt, doch kosten diese mittlerweile schon fast $10 pro Stück. Aber es gibt ja immer noch Geheimtipps. Das Viertel Hell’s Kitchen hat einen umstrittenen Ruf, war es vor einigen Jahrzehnten noch ein gefährliches Pflaster. In den letzten Jahren wurde es aber massiv aufgewertet und zu einer “Hipster-Gegend” in Manhattan. Dennoch gibt es hier einige Restaurants und Bars, die den Charme und vor allen Dingen die Preise aus den letzten Jahren behalten haben. Eine Bar davon ist “Rudy’s Bar and Grill”, in der man 2 Biere und 2 Schnäpse für nur $8 bekommt! Dazu bekommt man noch 2 Hot Dogs gratis dazu! 🤯Und obwohl die Hot Dogs sehr einfach und eher schlicht schmecken, der Boden klebrig ist und die Atmosphäre eher einer Rockerbar gleicht, ist das so ein Wahnsinnsangebot in New York, dass man alles andere ausblendet.

New York Pizza
Hot Dog Stand New York

Wenn wir von Kulinarik und New York sprechen, kommen wir nicht an Katz’s Delicatessen vorbei. Der Sandwichladen wurde zu Christophs Heiligtum und wenn er diesen Artikel schreiben würde, dann wären 90% über diesen Laden. Sobald auch nur jemand erwähnt, dass er nach New York fliegt, drängt sich Christoph auf und drängt die Person, hierher zu gehen. Er würde nur nach New York ziehen wegen dieses eines Ladens (das konnte ich ihm zum Glück aufgrund der Mietpreise ausreden). Aber was ist so besonders an diesem Sandwichladen, fragt ihr euch? Der seit 1888 existierende Shop ist besonders bekannt für seine Pastrami-Sandwiches. Die sind so dick belegt, dass man seinen Kiefer ausrenken würde, würde man versuchen, es als Ganzes zu essen. Das Brot ist fluffig mit einer netten Kruste, das Fleisch ist saftig und zart, dazu gibt es saure Gurken und fettige Pommes. Kurzum: es ist saulecker. Die Preise sind leider wie überall über die Jahre gestiegen und so kostet ein Sandwich mittlerweile $30, dafür wird man von einer Hälfte satt und kann die andere Hälfte für den nächsten Tag mitnehmen. Das Lokal ist ein Treffpunkt in der New Yorker Szene und so hängen die Wände voll mit Bildern von berühmten Leuten. Die berühmte Szene von Meg Ryan, wie sie einen Orgasmus vortäuscht, aus dem Kultfilm “Harry and Sally”, wurde hier gedreht und selbst der Tisch ist ausgeschildert (letztes Mal hatten wir das Glück und saßen sogar dort). Der Laden ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Sandwiches und sollte besucht werden, um wahrlich ein Genusserlebnis zu bekommen (nein, Christoph hat mich nicht gezwungen, das zu schreiben, die Sandwiches sind wirklich lecker). 😀

Pastrami Sandwich Katz Delicatessen Restaurant New York
Katz Delicatessen Restaurant New York
Katz Delicatessen Restaurant New York
Reubens Sandwich Katz Delicatessen Restaurant New York

New York ist laut, bunt, kultig, modern, geschichtsträchtig und alles dazwischen. Die Stadt hat so viel zu bieten und es gibt so viel zu erleben und zu tun, dass man enden könnte, wie die Stadt selbst – ohne Schlaf. Und obwohl die Stadt teuer ist, hatten wir das Gefühl, dass sie noch nicht so krasse Ausmaße angenommen hat wie die Westküstenstädte. Hier kann jeder etwas finden, Lowbudget, Historiker, Architekten, Künstler, Shoppingqueens. Wer nichts findet, hat nicht gesucht. Die Stadt macht einfach Spaß und wir werden auf jeden Fall noch ein drittes, viertes, fünftes… Mal nach New York kommen, um die Stadt wieder von einer neuen Seite kennenzulernen und etwas Neues zu entdecken.

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