Die Lebensfrohen

Shanghai Skyline

Shanghai

- East meets West

Die Phrase “east meets west” hat noch nie so zugetroffen wie auf Shanghai. Eine riesige Metropole, die aussieht wie ein besseres, sauberes New York. Riesige Wolkenkratzer reihen sich aneinander und werden nur von größeren Shopping Malls unterbrochen. Denn eins ist ganz sicher, Shanghai ist das Paradies für alle Einkaufsliebhaber. Findet man nicht? Gibt’s nicht, jedenfalls nicht in Shanghai. Am berühmtesten ist wohl die Nanjiang Straße, ein ca. 2km lange Fußgängerzone, die links und rechts von Luxusmarken eingegrenzt wird. Rote Laternen, glitzernde Schilder und köstliche Gerüche locken gigantische Menschenmengen an, von denen man eigentlich nur mitgezogen wird. Wirklich mal in ein Geschäft reinzugehen, scheint so gut wie unmöglich. Macht aber nichts bei diesen Preisen. 

Shanghai Einkaufsstraße
Shanghai Einkaufsstraße

Manchmal (und ich meine wirklich nur manchmal) werden die Hochhaustürme doch von kleineren und älteren Gebäuden abgelöst. Zum Beispiel sieht man einige Häuser im westlichen Stil im French Square. Die Häuser mit ihrem roten Backstein, zwei Etagen und Vorgärten sind eindeutig noch aus der Kolonialzeit und erinnern einen wieder, warum Shanghai einen solchen westlichen Einfluss hat. Aber das sind natürlich nicht die einzigen alten Gebäude in Shanghai, das beste Beispiel für alte chinesische Gebäude ist der Yuyuan Garten, eine Parkanlage umrandet von Häusern aus dem 18. Jahrhundert. Wunderschön anzusehen und leider so überlaufen, dass man bei einer falschen Bewegung niedergetrampelt werden kann. Um richtig in die Anlage reingehen zu können, muss man Eintritt bezahlen. Uns war es draußen schon zu voll und daher haben wir es diesmal damit sein lassen, denn schon wenn man drumherum geht, kann man sich an den Laternen, Dekorationen und Essensständen sattsehen.

Shanghai Yuyuan Garten
Shanghai Yuyuan Garten
Shanghai Yuyuan Garten
Shanghai Yuyuan Garten
Shanghai Yuyuan Garten

Eine Skyline ist von jeder Stadt beeindruckend, aber die Aussicht von der einen Seite des Flusses auf die schönsten und höchsten Wolkenkratzer von Shanghai auf der gegenüberliegenden Seite ist wahrlich etwas einzigartiges. Auf einer breit ausgebauten Promenade kann man den “Bund” entlanggehen und die Stadt am Tag oder wunderschön beleuchtet am Abend genießen. Der Fernsehturm, das Mao-Tsui-Gebäude oder der Flaschenöffner sind wohl die Wahrzeichen von Shanghai und dessen Skyline. Auf jedes dieser Gebäude kann man hinauffahren und die Stadt von oben bewundern. Die Eintrittspreise sind allerdings recht happig und daher sollte man vorher abwägen, ob es einem das Wert ist. 

Shanghai Skyline
Shanghai Skyline
Shanghai The Bund Promenade
Shanghai The Bund Promenade
Shanghai The Bund Promenade
Shanghai The Bund Promenade

Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, im Jahr 2024 das chinesische Neujahr mitzuerleben, das größte Fest in China. Es wechselt dieses Jahr auf das Jahr des Drachen, der Reichtum und Macht symbolisiert und daher zu den beliebtesten der 12 Tierkreiszeichen gehört. Wir planten nun alles so, dass wir zum Anfang des Festes in Shanghai waren (insgesamt dauert das Fest 15 Tage, aber die wichtigsten Tage sind natürlich der Anfang und das Ende). Wir hatten leider nur 2 Sachen nicht bedacht. Erstens ist das Fest in China so etwas wie Weihnachten für uns, ein Familienfest, das man im Kreise seiner Liebsten verbringt. Das heißt keine großen Partys, das ist anscheinend eher eine Sache im Ausland und außerdem gibt es in den großen Städten ein Feuerwerksverbot, also keine beeindruckende Lichtershow. Kurzum: ein totaler Reinfall. Christoph war eh krank, da war es nicht der große Verlust, aber schade war es natürlich trotzdem. 

Zweitens bedeutet Neujahr Feiertage, das heißt freie Tage für alle und das bedeutet wiederum, dass alle Chinesen nach Hause fahren. Oder in den Urlaub. Aber sie reisen. Und zwar ALLE! Wer fand, dass China schon immer überfüllt ist, hat ja keine Ahnung. Es war ein Albtraum, egal wohin man ging, man wurde von Chinesen überrannt, zertrampelt, geschubst und weggespült. Da muss man einfach mit dem Strom schwimmen oder man würde ertrinken. Und wer Chinesen kennt, der weiß, dass sie es nicht so mit warten und brav in der Schlange warten haben (und nein, das ist kein Vorurteil, das kann jeder bestätigen, der schon einmal in China war). Der einzige Vorteil war die Jahreszeit, denn durch die Kälte konnte man die Menschenmengen noch irgendwie ertragen, in der Hitze des Sommers wäre es unerträglich geworden. Das war also unser Erlebnis mit dem chinesischen Neujahr. Nächstes Mal verbringen wir es im Ausland. ;P

Shanghai Menschenmenge
Shanghai Menschenmenge

Was macht man also, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel vollgestopft sind, genauso wie die Straßen? Man geht zu Fuß und das würde ich jedem Touristen in Shanghai empfehlen. Auch wenn Shanghai nicht viel Historie hat, hat sie doch eine interessante, moderne Architektur, viele Parks und saubere Straßen. Man könnte zum Beispiel zum People’s Square Park flanieren, der ist nicht nur schön anzusehen und bietet ein tolles Teehaus an, es ist auch der Treffpunkt für alle alten Leute, um ihre Kinder und Enkelkinder im Heiratsmarkt anzupreisen. Oft findet man Steckbriefe von Menschen im heiratsfähigen Alter, obwohl ich nicht empfehle sie sich zu lange anzuschauen, wird man schnell selber angesprochen und ehe man es sich versieht, ist man schon selber unter der Haube. Also aufpassen. 😀 Wem das zu aufregend ist, kann sich auch eines der zahlreichen Museen anschauen. Wir empfehlen das Shanghai Natural History Museum, hier erfährt man viel über die Geschichte der Stadt und China allgemein. Wer eher Kunst mag, der ist beim Shanghai Museum gut aufgehoben, gehört es doch zu den meistbesuchten Kunstmuseen der Welt. 

Shanghai Parkanlage
Shanghai Parkanlage
Shanghai Architektur
Shanghai Architektur
Shanghai Architektur
Shanghai Architektur

Keine andere chinesische Stadt wurde so vom Westen beeinflusst wie Shanghai und man bemerkt es an jeder Ecke. Von Marken über Essen bis hin zum Lebensstil. Ich meine, Chinesen sind immer noch Chinesen und haben ihre (manchmal etwas kuriosen) Eigenarten, doch der Hauch einer westlichen Lebensweise ist hier am deutlichsten zu spüren. Wahrscheinlich ist Shanghai daher für alles am besten geeignet, die zum ersten Mal China besuchen. Es ist eine Art “Lightversion” vom Rest Chinas und wird viele nicht so überfordern wie andere chinesische Metropolen. Und eines sei gesagt: Langweilig wird es einem hier bestimmt nicht, ist die Stadt so riesig, dass man jeden Tag ein anderes Viertel besuchen könnte. 

Peking

Peking – There are 9 million bicycles in Beijing… Ah, endlich wieder die chinesische Luft einatmen (Hust, Hust). Nach einem kleinen Zwischenstopp in Amsterdam ging

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Xi’an

Xi’an ist eine 1 Million-Einwohner-Stadt mitten in China. Warum sollte man also diese “Kleinstadt” für chinesische Verhältnisse besuchen? Wegen der weltberühmten “Terrakotta Armee”. Die Grabbeilage von Qin Shi Huang, dem ersten Kaiser Chinas, wurde ca. 210 v. Chr. mithilfe und auf Kosten von tausenden Sklaven und Arbeitern errichtet. Jede Skulptur ist einzigartig und macht die Sammlung von ca. 7000 Soldaten (wobei erst knapp über 1000 wieder zusammengesetzt wurden, der Rest liegt in Scherben) in Lebensgröße eine menschliche Meisterleistung. Zusätzlich dazu gefunden hat man auch mehrere Streitwagen und Pferde aus Ton. Die gesamte Grabanlage ist 56km² groß und ist somit die größte Grabstätte der Welt und nur etwas kleiner als Manhattan. Sie gehört zum UNESCO-Welterbe und fasziniert Archäologen und Geschichtsliebhaber aus aller Welt.

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