Die Lebensfrohen

Sydney

Sydney

- For Eternity

Von Neuseeland ging es wieder 3 Stunden zurück nach Sydney und nur noch 9 Stunden Zeitunterschied zu Daheim. Nun sind wir endlich in Downunder gelandet, dort wo wir eigentlich gar nicht hin wollten. Der Gedanke an drückende Hitze, die sogar Waldbrände verursachen kann, an tödliche Insekten, Schlangen und Spinnen und die schiere Größe dieses Kontinents, die einen so verloren und klein erscheinen lässt, hat uns um ehrlich zu sein, nicht gerade angelockt. Viele Deutsche, besonders die jungen Backpacker, schwärmen dennoch von diesem Land und damit wir sagen können, dass wir auf allen Kontinenten der Erde waren, haben uns doch überzeugt, einen Abstecher dahin zu machen (wenn man 3 Wochen einen Abstecher nennen will). Auf unserer Liste der Reiseziele standen natürlich die großen Städte, die sich im Süden des Landes befinden. Und begonnen haben wir mit der wohl berühmtesten Stadt Australiens – Sydney. 

Die ca. 5 Millionen Einwohner Stadt befindet sich an der Ostküste des Landes und ist mit der Harbour Bridge und dem Opernhaus nicht nur das Wahrzeichen der Olympischen Spiele 2000, sondern für das ganze Land. Wir wohnten in einem Hostel in Kings Cross, eine halbe Stunde Fußweg vom Opernhaus entfernt. Wenn man über Sydney spricht, kommt man an dem weltberühmten Opernhaus nicht vorbei. 1959 vom dänischen Architekten Jørn Utzon entworfen, hat es 14 Jahre gedauert, bis es 1973 eröffnet werden konnte. In der Zwischenzeit hatten sich der Architekt und die Regierung zerstritten und Utzon hat sich danach geweigert, nach Australien zurückzukehren. Er hat nie das fertige Opernhaus gesehen. Ob es nun übrigens Segel sein sollen oder eine offene Orangenschale, konnte nie geklärt werden und bleibt das Geheimnis von Utzon. Sicher ist, dass dieses Gebäude ein Meisterwerk ist und bis heute die Skyline von Sydney dominiert. Wenn man direkt davor steht, wirkt es übrigens noch imposanter und wesentlich größer als man es sich vorgestellt hat. 

Sydney Opernhaus
Sydney Opernhaus
Sydney Opernhaus
Sydney Opernhaus
Sydney Opernhaus

Direkt anschließend an die architektonische Ikone ist der botanische Garten, der sich seinem Antlitz gegenüber ebenfalls nicht schämen muss. Eine riesige Parkanlage durchzogen mit grünen Wiesen, Wegen breit genug für Radfahrer und Fußgänger und ab und zu ein kleiner See machen diesen Ort ideal für Familien, Paare oder einfach Menschen, die die Natur lieben und sie auch in einer Großstadt genießen wollen. Das hier ist eine absolute Erholungszone und lässt einen das bunte Treiben ein paar Straßen weiter komplett vergessen. Der Park ist in mehrere Zonen und Themen aufgeteilt und wer etwas mehr Zeit mitgebracht hat, sollte zumindest einen halben Tag darauf “verschwenden”, all die verschiedenen, beheimateten Pflanzen- und Tierarten zu erkunden.  

Sydney botanischer Garten
Sydney botanischer Garten

Auf der anderen Seite der Oper findet man den Hafen von Sydney, mit einem Fährterminal, kleinen Läden und Restaurants und einer toll angelegten Promenade, von der man nicht nur das Opernhaus, sondern auch die Harbour Bridge bewundern kann. Die riesige Stein- und Stahlbrücke aus dem Jahre 1923 verbindet den nördlichen mit dem südlichen Teil Sydneys und gilt damals wie heute als bauliches Wunderwerk. Man kann mit dem Auto drüber fahren, man kann den Zug nehmen, man kann mit dem Fahrrad fahren oder sie einfach zu Fuß überqueren. Und wie wir erst dort erfahren haben, kann man sich auch erklettern. Richtig gelesen, man kann auf die Bögen der Brücke hinauf klettern. Ich wusste von Anfang an, dass ich mit meiner Höhenangst dort oben keine 5 Sekunden aushalten würde, aber Christoph wollte sich diese Herausforderung nicht entgehen lassen. Gleich für den nächsten Tag buchte er einen Termin und erklomm für 3 Stunden die Bögen der Harbour Bridge. Man klettert einen Teil der Brücke in den Bögen, dann einen Teil auf den Bögen und dann das gleiche wieder zurück. Auf dem höchsten Punkt der Brücke blickte Christoph 134 m über den Wasserspiegel auf Sydney hinunter. Ich glaube, ich muss nicht betonen, was für krasse Bilder dabei entstanden sind (die durfte man aber aus Sicherheitsgründen nicht selber machen). Voller Adrenalin gepumpt und mit weichen Knien kam er sicher und glücklich die Brücke hinunter und beschreibt es als einmaliges Erlebnis. Und auch wenn ich nicht selber oben war, schon alleine unten zu stehen und die kleinen Punkte oben auf der Brücke zu entdecken, lässt einen schon den Mund offen stehen und die Welt und ihre Möglichkeiten bestaunen. 

Sydney Harbour Bridge
Sydney Harbour Bridge
Sydney Harbour Bridge
Sydney Harbour Bridge
Sydney Harbour Bridge
Sydney Harbour Bridge

Das sind zwar die beiden Hauptattraktionen der Stadt, aber sie hat noch sehr viel mehr zu bieten. Sydney hat trotz seines recht jungen Alters einiges an Geschichte auf dem Buckel und durch einen Spaziergang durch die Innenstadt bekommt man viel davon mit. Angefangen beim Rathaus aus dem 19. Jahrhundert hinüber zum Königin Victoria Gebäude, einem Shoppingzentrum im romanischen Stil, in dem sich heute hochwertige Geschäfte befinden und dennoch der alte Charme erhalten geblieben ist. Davor steht übrigens nicht nur eine Queen Victoria Statue, sondern auch eine Statue ihres Lieblingshundes. Dieser kann sprechen und sammelt Spenden für blinde Kinder, da lohnt es sich doch mal, einem Hund zuzuhören. Beim Hyde Park findet man nicht nur die Saint Mary’s Kathedrale, sondern auch die Aussichtsplattform des Sydney Tower Eye. Zugegeben, wir waren nicht dort, aber für Touristen, die gerne eine schöne Aussicht von oben haben wollen und nicht Harbour Bridge hinaufklettern wollen, ist das sicher eine nette Alternative. 

Sydney Rathaus
Sydney Rathaus
Sydney Königin Victoria Gebäude
Sydney Königin Victoria Gebäude
Sydney Tower Eye
Sydney Saint Mary's Kathedrale

Am nördlichen Ende des Parks befindet sich die Statue von Major General Lachlan Macquarie. Er hat quasi Sydney erbaut und das damalige Gefangenenlager in eine Stadt verwandelt. Das ist ihm anscheinend zu Kopf gestiegen, denn sehr viele Gebäude, Straßen und Plätze hat er nach sich oder seiner Frau benannt. Generell haben es die Australier anscheinend nicht mit Namen, denn fast alle Namen aus der Kolonialzeit sind geblieben oder heißen nach dem, was sie sind. Wie die Harbour Bridge, die Finger Wharf oder Elizabeth Bay. Kreativität sieht anders aus. Einige wenige Namen wurden zu Ehren der Ureinwohner geändert, und obwohl auch die Australier versuchen, wie in Neuseeland, die einheimische Kultur nicht in Vergessenheit geraten zu lassen (so bedanken sich die Tourguides vor einer Tour immer bei dem Stamm, dem das Land früher gehört hat), sind sie zu faul die meisten Namen abzuändern (Aussage eines australischen Guides, nicht von mir). 

Sydney CBD
Sydney CBD
Sydney CBD

Oben beim Hafen befindet sich das “Rocks”-Viertel, ein Wirrwarr aus kleinen Gassen, alten Backsteinhäusern und so viele Treppen hinauf und hinunter, dass man schnell vergessen kann, wo man hin möchte. Das ist aber kein Problem, denn selbst wenn man sich verläuft, kann man in einigen der ältesten Pubs Sydneys, gehobenen Restaurants oder dem Freiluftmarkt einkehren. Und wenn man langweilig ist, fragt man einfach dort nach dem Weg. Hier hat auch die Legende von “Eternity” seinen Ursprung. Ein betrunkener Taugenichts wollte der Welt etwas hinterlassen und beschmierte fast jede Wand in Sydney mit dem Ausspruch “Eternity” (Ewigkeit), es war das Graffiti seiner Zeit. Obwohl er mehrere hundert Wände damit verschönert hat, ist heute nur noch eines übrig, denn damals hat er mit Kreide geschrieben. Durch seine Häufigkeit ist dieses Wort aber zum Motto der Stadt geworden und stand beim Jahrtausendwechsel auch groß auf der Harbour Bridge. Der arme Mann hat also schlussendlich sein Ziel erreicht und etwas für die Ewigkeit hinterlassen. 

Sydney CBD
Sydney CBD
Sydney CBD

Wie jede gute Großstadt hat auch Sydney eine Anzahl an Museen und Galerien, wie die Art Gallery of New South Wales oder das Museum von Sydney. Zur Zeit bietet die Stadt Sydney für alle öffentlichen Museen kostenlos Eintritt an und Christoph und ich hatten noch einen Nachmittag frei, also haben wir uns dazu entschlossen, dem Australian Museum einen Besuch abzustatten. Zum Glück war es gratis, ansonsten hätten wir uns wirklich geärgert. Trotz seiner zoologischen und anthropologischen Sammlungen war das älteste Museum Australiens wohl auch das langweiligste in ganz Australien. Lieblos gestaltet und teilweise im Umbau befindend hat dieses Museum nichts aufregendes zu bieten. Unübersichtlich gestaltet und der Text war winzig klein oder nicht vorhanden. Kann man bei einem Besuch also getrost weglassen.

Was man nicht weglassen sollte, ist ein Spaziergang zu Mrs. Macquarie’s Chair, einem Park an der Spitze einer Landzunge, die einen der tollsten Ausblicke auf die Skyline der Stadt bietet. Die hohen modernen Wolkenkratzer, das Opernhaus und die Harbour Bridge auf einem Blick bzw. in einem Foto. Einfach nur toll und ein absoluter Geheimtipp. 

Sydney Australian Museum
Sydney Australian Museum
Sydney Australian Museum
Sydney Mrs. Macquarie’s Chair Aussicht
Sydney Mrs. Macquarie’s Chair Aussicht

Wer sich, wie wir, eher in australischen Städten aufhält und das Outback vermeidet, vermisst wahrscheinlich die Natur. Aber ein Stück Natur kann auch in die Großstadt gebracht werden, und zwar in Form eines Zoos. Sydney hat zwei Zoos, den im Norden gelegenen größeren Taronga Zoo und den WILD LIFE Sydney Zoo. Der letztere ist eigentlich nur eine große Halle beim Darlinghurst Hafen mit nur wenigen Tieren, ein Besuch lohnt sich aber trotzdem. Wir haben uns für diesen Zoo entschieden, weil er näher und kleiner ist, da wir keinen ganzen Tag in einem Tierpark verbringen wollten. Und das war genau die richtige Wahl, denn obwohl es nur wenige Tierarten beherbergt, sind es genau die Tierarten, die man sich wünscht, in Australien zu sehen. Der tasmanische Teufel, Goodfellows Tree Känguru, Wallabies und Wombats machen den Anfang. Wobei ein Wesen interessanter als das andere ist, aber besonders das bis zu 40 kg schwere Wombat hat uns beeindruckt. Das riesige Meerschweinchen möchte man einfach nur knuddeln, sollte man aber tunlichst lassen, denn die Dinger können sehr schnell (und) gemein werden. Das begehbare Gehege der Kängurus war friedlich, verlieh dem Ganzen aber eine authentische Atmosphäre. Viel aufregender waren die Krokodile im Gehege daneben zwar nicht, aber regelmäßig wurde einem zu den verschiedenen Tieren eine Einführung von den Zoowächtern gegeben, wodurch das Interesse noch einmal stieg. Verschiedene Schlangen-, Spinnen- und Insektenarten wurden zum Glück in Gehegen mit dicken Glasscheiben ausgestellt und wenn man genau hingesehen hat, konnte man nachtaktive Mäuse und ihre Verwandten entdecken. 

Das Highlight des Zoos sind aber die Koalas. In sehr offenen Gehegen kann man die kleinen, flauschigen Wesen stundenlang beobachten, wenn man den Willen dazu hat, denn Koalas bewegen sich genauso wenig wie Faultiere und schlafen bis zu 20 Stunden am Tag. Einen Koala bekommen Christoph und ich nur selten zu Gesicht und haben deshalb ein Extra-Ticket gebucht, bei dem man sich mit den Koalas fotografieren lassen kann. Auf den Arm nehmen oder streicheln darf man die Kleinen zwar nicht mehr (ist inzwischen in fast ganz Australien aufgrund von Tierschutzbestimmungen), aber das verstehen wir und finden es sogar gut. Trotzdem standen wir so nah an dem Fellknäuel heran, dass wir die Atmung erkennen konnten und eigentlich nur den Arm hätten ausstrecken müssen, um den Koala anfassen zu können. Die Fotos konnte man direkt ausdrucken lassen und sie sind toll geworden. Obwohl es sich hier eher nur um eine ausgewählte Ausstellung von wenigen Tieren handelt, hat uns der Besuch viel Spaß gemacht und wir konnten speziell die australische Tierwelt näher kennenlernen. 

Sydney Wild Life Zoo Tiere
Sydney Wild Life Zoo Tiere
Sydney Wild Life Zoo Tiere
Sydney Wild Life Zoo Koalabär
Sydney Wild Life Zoo Koalabär

Die australischen Weine genießen seit einigen Jahren einen sehr guten Ruf und sind mit ihren roten, schweren Rebsorten, wie Shiraz oder Semillon, genau nach Christophs Geschmack. Wenn es um alkoholische Verkostungen geht, braucht uns niemand zweimal einladen und schon waren wir unterwegs ins Hunter Valley, dem ältesten und mit größten Weinbaugebiet in Australien. Die erste Verkostung hat uns gezeigt, was so hinter den Kulissen abläuft und was für technologische Fortschritte es in den letzten Jahren gab. Super interessant und lässt einen erahnen, was heutzutage wirklich alles machbar ist mit Hilfe von Maschinen. Die zweite Verkostung war eine Paar-Verkostung mit Schokolade. Einfach himmlisch, der Wein, die Schokolade und vor allen Dingen die Kombination aus beidem. So eine Verkostung hatten wir noch nie, aber müssen wir unbedingt noch einmal probieren, denn es war wahnsinnig faszinierend, wie der Geschmack des Weins sich durch das Schokoladenaroma verändert hat. 

Mittagessen und eine anschließende Verkostung gepaart mit Käse ließen uns satt und glücklich zurück, um uns dann den letzten Rest zu geben. Eine Verkostung in einer Destillerie. 6 kleine Reagenzröhrchen gefüllt mit verschiedenen und teilweise abgefahrenen Gin-, Vodka- oder Likörsorten (wie Popcorn oder Blutorange) hatten es noch einmal richtig drauf und ließen aus der kleinen Beschwipstheit eine ordentliche Trunkenheit werden. Die Weine waren lecker, die Landschaft und das Wetter schön, die Menschen waren freundlich und auf dem Rückweg konnten wir sogar freilebende Kängurus entdecken. Kurzum, ein perfekter Tag. 

Australien Hunter Valley
Australien Hunter Valley
Australien Hunter Valley
Australien Hunter Valley

Da der Süden und der Norden Sydneys von einem breiten Fluss getrennt werden, gehören die Fähren zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und bieten eine tolle und spannende Fortbewegungsalternative. Am Wochenende gibt es sogar eine Obergrenze der Preise und so kosten die Fähren auf bestimmten Strecken noch weniger. Es gibt übrigens eine einheitliche Bezahlkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel, aber diejenigen, die nicht so viel fahren, können auch einfach mit der EC-Karte bezahlen. Bei den Fähren sollte man aber aufpassen, denn nicht alle Fähren sind von den Öffis, manche sind private Boote, die zum Beispiel Hafenrundfahrten anbieten und wesentlich teurer sind. Wir haben das Fährenangebot dankend angenommen und haben den Hafen von Sydney mit einem Boot umrundet, wobei ein Stopp auf der anderen Seite der Bucht war und man wieder einen tollen Blick auf die Oper, die Harbour Bridge und die Innenstadt hatte. 

Wir sind aber auch mit der Fähre nach Manly gefahren, einem Küstenbezirk im Norden, der bekannt für seine Strände ist. Die Überfahrt dauert eine halbe Stunde und man kann einen Blick auf die Küstenlandschaft von Sydney werfen. Manly ist eine ruhige, niedliche Halbinsel, die im Sommer von Touristen überrannt wird. Im Winter war zwar auch noch einiges los, aber es hielt sich in Grenzen. Wir hatten von einem unserer Tourguides gehört, dass der Collins Beach besonders schön sein soll und nach einem kleinen (aber dennoch anstrengenden, weil es immer bergauf und bergab ging) Spaziergang konnten wir diese Aussage nur bestätigen. Der Eingang zur kleinen Bucht ist im Dickicht versteckt und so verlaufen sich nur wenige Menschen hierher. Gut geschützt von riesigen Felsen ist das Wasser ruhig und ein feiner Wasserfall verleiht dem ganzen Anblick etwas tropisches. Wem das nicht gefallen sollte, hat aber noch mehr Strände zur Auswahl: Little Manly Beach, Shelly Beach oder Queenscliff Beach, um nur einige zu nennen. Die Möglichkeiten mit der Fähre sind fast unbegrenzt und so kann man wahrscheinlich mehrere Tagesausflüge zu den umliegenden Gebieten unternehmen. Uns hat unser Tagesausflug sehr gut gefallen und bot einen Einblick auf eine andere, ruhigere Seite von Sydney. 

Sydney Skyline
Sydney Skyline
Australien Manly Island
Australien Manly Island

Das Nationalgericht von Australien ist, wer hätte es gedacht, wie in Neuseeland der Pie. Der britische Beitrag zu der australischen Kultur ist lecker, keine Frage, aber da ich schon einen gegessen habe und Christoph wegen der Eier im Gericht ihn nicht essen kann, interessierten uns andere Geschmacksrichtungen mehr. Besonders Kängurufleisch. Nein, es ist nicht illegal das Wappentier von Australien zu essen, das Fleisch wird sogar im Supermarkt verkauft. Daher war es überraschend für uns, dass es nur wenige Restaurants in Sydney gibt, die dieses Fleisch auf der Karte haben. Wir haben aber einen Laden gefunden und zwar einen ganz besonderen. Im “The Australian Heritage” Hotel gibt es eine Pizza, dekoriert mit Känguru- und Emufleisch. Zwei Fliegen mit einer Klappe haben wir uns gedacht und wohl einer der außergewöhnlichsten Pizzen der Welt bestellt. Das Känguru war vom Geschmack okay, aber nichts besonderes, aber das Emufleisch war zart und saftig und würden wir gerne noch einmal als Steak probieren. Das Fleisch des anderen Wappentiers ist jedoch noch schwerer zu finden und so hatten wir leider kein Glück auf unserer Weiterreise. Vielleicht beim zweiten Besuch in Down Under. 

“Bangers and Mash” ist ein klassisches Gericht, was es in ähnlicher Weise auch bei uns gibt. Erbsen mit Kartoffelpüree und Würstchen, einfach, lecker, gut. Typische Hausmannskost, die bei fast jedem australischen Restaurant auf der Speisekarte steht. Der wohl bekannteste Aufstrich der Welt “Vegemite” ist Standardausführung in jeder australischen Küche. Warum er allerdings nur in Australien beliebt ist, haben wir aus erster Hand erfahren. Ein sehr gewöhnungsbedürftiger, salziger Geschmack passt zu nichts wirklich gut, dass kann auch das neutrale Brot auch nicht aufwiegen. Zum Glück hatten wir nur eine kleine Probierpackung, ansonsten hätten wir ein ganzes Glas wegschmeißen können. 

Australien Essen
Australien Essen
Australien Essen

Sydney war ein erster toller Stop auf unserer Australienreise und hat uns wahnsinnig gut gefallen. Die Stadt ist sauber, grün und mit der Nähe zum Hafen kann man leicht tolle Ausflüge in die nähere Umgebung machen. Auch in der Stadt selbst kann man viele Sachen entdecken und erleben. Im Winter war das Klima auch sehr angenehm und man konnte lange spazieren gehen und einfach die Atmosphäre der Stadt genießen. Auf jeden Fall wiederkommen, haben wir beschlossen. 

Auckland

Das Land Neuseeland, bestehend aus zwei großen und vielen kleinen Inseln, ist nur etwas kleiner als Deutschland und bekannt für zwei Sachen: Es gibt mehr Schafe als Einwohner und hier wurden die Herr der Ringe-Filme gedreht. Wie wir im Laufe unserer Reise aber feststellen durften, hat das kleine, fortschrittliche Land aber wesentlich mehr zu bieten. Neuseeland ist teuer und wir wussten nicht viel darüber, also haben Christoph und ich uns nur für einen kurzen Aufenthalt mit Auckland als Angelpunkt ausgesucht, um das Land kennenzulernen.

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Melbourne

Melbourne wurde schon öfters zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt und jedes Mal fühlt sich Christoph in seiner Ehre als Wiener angegriffen. Wien liefert sich mit Melbourne oft ein Wettrennen um diesen besonderen Titel und hat dabei mindestens genauso oft gewonnen wie verloren (wer unserer Meinung nach gewinnt, erfahrt ihr am Ende des Artikels). Abends angekommen, konnte sich Melbourne schon den ersten Pluspunkt ergattern, denn innerhalb der Innenstadt kann man kostenlos die Straßenbahn benutzen.

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